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WLAN am Urlaubsort – so wichtig wie das eigene Hotelbett

Was ist mittlerweile die erste Frage an der Rezeption im Hotel? Es ist nicht mehr der Weg zum Schwimmbad oder zum Speisesaal, sondern der Login für das WLAN. Nichts uns mittlerweile so wichtig wie ständige Verfügbarkeit von Internet. Warum sollte es uns im Urlaub anders gehen? Sicherlich wollen viele einfach mal abschalten und die Ruhe genießen, aber wenn man dann doch nicht problemlos den Strand oder den Bergblick aus dem Fenster mit seinen Freunden auf Facebook & Co. teilen kann, sorgt dies schon mal für Unmut … oder für eine schlechte Hotel-Bewertung!

WLAN am liebsten immer und überall

oberstaufen-karteUrlaubsdestinationen und Hotels, die mit der Zeit gehen wollen, müssen Ihren Gästen ein gutes WLAN zur Verfügung stellen. Auch wenn die Bemühungen von Tourismusverbänden oder dem Wirtschaftsministerium da sind, einige Destinationen nehmen das Heft selbst in die Hand. Die Gemeinde Oberstaufen im Allgäu macht es vor und hat mittlerweile ein flächendeckendes WLAN im Ortskern seinen Besuchern zur Verfügung gestellt. Mit ihrer Gästekarte können sie sich am WLAN-Hotspots „Oberstaufen Public“ kostenfrei ins Internet einloggen. An Skiliften und Bergbahnen, in Hotels, Restaurants und Alphütten, Veranstaltungszentren und Touristinfos, am Bahnhof und im Erlebnisbad gibt es Gratis-Zugang zum weltweiten Netz. Der Gast braucht während seines Urlaubs lediglich den auf seiner Gästekarte vermerkten Zugangscode einmalig eingeben und ist für die Dauer seines Aufenthalts online – ohne Roaming-Kosten!

Der Gast macht mit Internet Werbung für die Destination

Destinationen sollten die steigende Nachfrage nach einem funktionierendem WLAN nicht als Bürde ansehen. Die größte Werbung für einen Urlaubsort machen zufriedene Gäste und das am liebsten über die bereits genannten sozialen Netzwerke. Mit bebilderten Posts auf Instagram oder Facebook schafft man Aufmerksamkeit und gewinnt schnell neue Kunden.

Allerdings geht es doch nicht im Alleingang und man ist auf das Zutun von öffentlichen Trägern und Institutionen angewiesen, die den Ausbau der Glasfasernetze weiter vorantreiben. Die bestehende Bandbreite kommt an Orten wie Oberstaufen in der Hochsaison schnell an ihre Grenzen. So kann das Internet dann doch wieder schnell zum Ärgernis werden.

Zumindest wird auch von öffentlicher Seite das mobile Internet in Bayern jetzt zur Chefsache.  Bis zum Jahr 2020 investiert der Freistaat unter der Federführung von Finanzminister Markus Söder in ein engmaschiges Netz von kostenlosen Wlan-Hotspots. Bis zum Ende diesen Jahres werden bereits 100 freie Wlan-Hotspots enstanden sein, bis 2020 sollen es nach dem Wunsch des Finanzministers mindestens 10.000 werden.

650 Hotspots sorgen für kostenloses WLAN in Berlin

brandenburger-torAuch in der Hauptstadt tut sich einiges. Die ersten fünf Hotspots sollen in Berlin am Roten Rathaus, am Brandenburger Tor, auf dem Gendarmenmarkt, an der Philharmonie und am Theater des Westens angebracht werden. Insgesamt 650 Access Points sollen in den kommenden Monaten installiert werden und bis zum Sommer fertig eingerichtet sein. Laut Angaben des Senats sollen Berliner und Touristen in der Stadt im Laufe der ersten drei Monate 2016 mit Smartphone oder Tablet kostenlos im Internet surfen können. Die laufenden Kosten sollen mit kurzen Werbespots finanziert werden.

Wi-Fi bald ein alter Hut?

Vielleicht ist Wi-Fi, wenn es denn mal deutschlandweit ausgerollt ist, auch schon wieder längst veraltet und die Datenübertragung erfolgt nicht mehr über Funkwellen, sondern über Licht. Dies heißt dann Li-Fi, kurz für Light Fidelity, und wurde vom deutschen Informatiker Harald Haas entwickelt. Die neue Technologie wird bereits in Büro und Gebäuden in Talinn getestet und verspricht Datengeschwindigkeiten von bis zu 10 GB pro Sekunde (!). Mit diesem Speed ist es möglich, einen Film in HD-Qualität in wenigen Sekunden herunterzuladen oder einfach das nächste Restaurant im Urlaubsort zu finden, bevor man seinen Wunsch überhaupt komplett ausgesprochen hat.

 

Quellen:

Bilder: Pixabay (Wilkernet, RonPorter) , Oberstaufen, t3n

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    Über den Autor

    Christian Lotter

    Der gebürtige Oberpfälzer ist nach seinem Studium des Tourismus-Management der Branche treu geblieben, jedoch meist auf technischer Seite. Als Projektmanager und Marketing-Experte hat er in seiner Laufbahn viele Entwicklungen im digitalen Umfeld hautnah mitverfolgen und auch selbst in internationalen Unternehmen mitgestalten dürfen.