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Typo3 oder WordPress?

Was passt zu mir oder was brauche ich?

Für eine Webagentur ist ein performantes Content-Management-System das Herzstück eines erfolgreichen Webprojektes. Die Anforderung sind meist technisch nicht sehr komplex, sondern Performanz und Benutzerfreundlichkeit stehen im Vordergrund. Die Seite soll Inspirationen und Informationen für den nächsten Urlaub geben und die Möglichkeit bieten schnell die Hotelbuchung vorzunehmen oder eine Anfrage zu verschicken. Als zukunftsorientierte Destination sollte man daher nicht auf reine Eigenentwicklungen oder Insel-Lösungen setzen. „Open Source“ ist hier Trumpf und verschafft eine hohe Planungssicherheit, geringe Lizenzkosten und zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten.

Im Destinationsbereich setzt man daher seit Jahren auf TYPO3, das meistgenutzte CMS im Tourismus, auf dessen Basis man individuelle Plugins und Erweiterungen für das besondere Web-Erlebnis entwickeln kann. Zusätzlich setzen viele kleinere Portale ihr Web-Projekt mit WordPress um. Einst nur für Blogger interessant, birgt es mittlerweile eine Vielzahl von Möglichkeiten für jede Destination.

Im Folgenden hab ich einen kleinen „Abriss“ über die zwei erfolgreichsten Content-Management-Systeme zusammengestellt.

 

WordPress:

WordPress wurde als Weblog- (Blog-)System konzipiert und versteht sich primär als „zeitgemäßes Weblog-System zum Veröffentlichen persönlicher Beiträge mit dem Schwerpunkt auf Ästhetik, Webstandards und Benutzerfreundlichkeit.

Wer mit geringem Aufwand an Zeit und Kosten eine kleine Website mit schickem Design aufbauen möchte, ist mit WordPress gut bedient. Die Dokumentation ist umfangreich und die Bedienung intuitiv und übersichtlich.

WordPress eignet sich für Websites, die vorwiegend einen Informationscharakter besitzen und ggf. einfachere Tools einsetzen möchten. Auch kleinere Destinationen, die mit wenigen statischen Webseiten auskommen, auf ein komplett individuelles Design verzichten können sowie mit einem kleinem Budget auskommen müssen, bietet WordPress eine einfache und kostengünstige Lösung.

 

Pro / Contra

+ Benutzerfreundlich und zahlreiche Tutorials & Dokumentationen

+ Geringe Investitions- und Updatekosten

+ Kurze Einarbeitungszeit

+ Viele kostenlose Plug-ins

+ Zahlreiche Themes vorhanden, falls notwendig

– Schwerpunkt sind typische Blogfunktionen

– Statische Seiten evtl. unübersichtlich

– Geringe Unterstützung für komplexe Unternehmensanforderungen

– Geringfügig höhere Sicherheitsrisiken, jedoch durch regelmäßige Updates leicht zu entschärfen

 

Typo3:

TYPO3 wurde als umfangreiches und vielseitiges Web-Content-Management-System entwickelt. In diesem Bereich hat TYPO3 unangefochten die Nase vorn. Es wird von Global Playern verschiedenster Branchen eingesetzt sowie im Tourismus.

Als Redaktionssystem im klassischen Sinne ist es entwickelt für die Anforderungen von Unternehmen an das Internet und Intranet. Es bietet Funktionen, Module sowie eine Erweiterungsschnittstelle für ein Maximum an Möglichkeiten. Für die komplexen Anforderungen an eine umfangreiche und professionelle Destinationswebseite ist TYPO3 die beste Wahl.

Anspruchsvolle Funktionen einer Website können mit TYPO3 realisiert werden. Egal, ob jetzt oder später: TYPO3 deckt mit den Extensions die meisten Anforderungen von Destinationen ab. Wenn das nicht ausreicht, kann mit Eigenprogrammierungen noch individueller gearbeitet werden – damit sind die Möglichkeiten fast unbegrenzt.

 

Pro / Contra

+ Fast unbegrenzte Flexibilität bei der Umsetzung von Design- und  Funktionsvorgaben

+ Typische Unternehmensanforderungen werden von TYPO3 oder den vorgefertigten Erweiterungen (Extensions) abgedeckt

+ Übersichtliche und komfortable Bearbeitung der Inhalte auch komplexester Websites

+ Unterstützung von Workflows für Redaktionsteams und Übersetzung

+ Einfache Handhabung mehrerer Sprachversionen

+ Automatisierungsfunktionen, beispielsweise für die konsequente Einhaltung  des Corporate Design

+ Frei konfigurierbares Rechtesystem für verschiedene Benutzer(-gruppen)

+ Weitere Websites, Sprachen und Funktionen können jederzeit und  unkompliziert ergänzt werden

+ Sehr hohe Sicherheitsstandards

– Höhere Investition- und Updatekosten

– Keine oder nur wenige vorgefertigte Themes

– Kalkulierbare und steuerbare Kosten – Installation und Konfiguration muss von Spezialisten erledigt werden

 

Quelle: eStrategy-Magazin

Bild: Pixabay

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    Über den Autor

    Christian Lotter

    Der gebürtige Oberpfälzer ist nach seinem Studium des Tourismus-Management der Branche treu geblieben, jedoch meist auf technischer Seite. Als Projektmanager und Marketing-Experte hat er in seiner Laufbahn viele Entwicklungen im digitalen Umfeld hautnah mitverfolgen und auch selbst in internationalen Unternehmen mitgestalten dürfen.